Fran Laviada

Chroniken eines unzufriedenen Überlebenden

Fragmente für jene Menschen, die das Dasein vielleicht aus einer anderen Perspektive betrachten.

Chroniken eines unzufriedenen Überlebenden
Chroniken eines unzufriedenen Überlebenden Fran Laviada

Eins. Humor als Rettung

„Und man muss allem in diesem Leben natürlich eine Portion Humor hinzufügen.

Es kann ja nicht alles nur negativ und traurig sein.

Abgesehen davon, dass er uns von dem Geierwally-Geschwätz befreit, mit dem uns die meisten Politiker und eine ganze Palette an äußerst schläfrigen, unheilvollen und pessimistischen Individuen nerven, dient er als unverzichtbare Würze, die jeder gute Existenz-Salat braucht.

Die Philosophie der guten Laune und des Optimismus muss immer über das Widrige triumphieren.

Wie Charles Chaplin zu sagen pflegte: ‚Am Ende ist doch alles ein Witz.‘“ 

Zwei. Die Ewiggestrigen

„Es gibt zu viele Rückwärtsgewandte, die nicht erkennen können, wie die Welt voranschreitet, obwohl die Beweise dafür mehr als deutlich sind.

Einige sind so maßlos in der Vergangenheit verhaftet, so fest an ihre private Steinzeit gekettet, dass sie unfähig sind, bestimmte Traditionen hinter sich zu lassen.

Diese Individuen haben sich nicht weiterentwickelt, zumindest nicht im Einklang mit den Zeiten, in denen wir leben.

Ihre Mentalität ist bei Ereignissen der Vergangenheit geparkt, an die sie rettungslos gekettet sind.

Fred Feuerstein und die Seinen haben im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr.“ 

Drei. Die Gesellschaft der Vulgarität

„Mit ein wenig Intelligenz, einer großen Portion Dreistigkeit und null Sinn für Peinlichkeit kann man in diesem gesegneten Land alles erreichen.

Heutzutage sieht man ständig unerträgliche Sendungen, die wahrhaftige Idole aus Ton auf den Altar des Ruhms erheben.

Die meisten von ihnen haben absolut nichts getan, um irgendeine Art von Anerkennung zu verdienen.

Es ist offensichtlich, dass in einer Gesellschaft der Anstrengungslosigkeit die Vulgarität am höchsten geschätzt wird.“ 

Vier. Die menschliche Heuchelei

„Es gibt Menschen, die am Tisch immer ganz genau darauf achten, wer das Tischtuch beschmutzt, wenn die Suppe verschüttet wird, sich aber niemals darum scheren, wenn ein Haar vom eigenen Kopf in den Teller fällt.

Es gibt jene, die den Pickel im Gesicht des Nächsten schon aus der Ferne sehen, aber den Mitesser im eigenen Gesicht niemals aus der Nähe bemerken.

Viele versuchen, die Geschichte mit dem Mantel der Täuschung zu maskieren und sie in so etwas wie einen Karneval zu verwandeln, in dem die Wahrheit am Ende als Travestie endet.

Doch am Ende zeigt sie sich so, wie sie ist; sie steht nackt vor unseren Augen.“ 

Fünf. Politik und Überdruss

„Es reicht langsam mit Roten und Blauen, mit Weißen und Schwarzen, mit Indianern und Cowboys, mit Verfassungstreuen und Radikalen.

Was die große Mehrheit der Bürger will, die wir von dem, was wir Tag für Tag sehen müssen, angewidert sind, ist zu erfahren, ob eines Tages jemand unsere Zweifel ausräumen kann.

Werden sich die Politiker weiterhin ihre Gehälter erhöhen?

Werden die Korrupten verschwinden, oder stehen uns noch viel mehr Überraschungen bevor?

Und was ist mit denen, die moralische Vorbilder spielen, während sie mit ihren Taten beweisen, dass sie absolut anstandslos sind?“

Inhalt aus dem Buch „El código terrícola“ von Fran Laviada. Chroniken eines unzufriedenen Überlebenden. Erhältlich bei Amazon als Taschenbuch und E-Book. https://amzn.to/4cYQzeI

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